Mongolei und West-China

mit den Pferden des Dschingis Khan 

„Hier wächst das Gras etwas dichter, reiten wir noch weiter, oder wollen wir hier bleiben?“ Am Ende eines langen Tages halten Monika und Heiner nach einem geeigneten Platz für ihr Nachtlager Ausschau. Die beiden Freunde reiten über die weite, herbstlich gelbe Steppe. Sie genießen die Freiheit, eine Landschaft zu durchqueren, in der kein Zaun, keine Mauer und keine Straße den Weg vorgibt. Ihr Ziel liegt weit weg im Westen, und so reiten sie jeden Abend wieder in den Sonnenuntergang.

Es ist der Traum, die Welt zu sehen, sich aus eigener Kraft und der Kraft der Pferde zu bewegen, jeden Tag ein kleines Stück eines weiten Weges zurückzulegen. Angewiesen zu sein auf das Land, das Gras, das Wasser, das Wetter, die Bewohner. Das Land zu erleben mit all seiner Schönheit und all seinen Schwierigkeiten. Es ist der Traum, von der Mongolei nach Deutschland zu reiten, auf Steppenpferden, den Nachfahren der zähen Pferde, mit denen die Männer des Dschingis Khan auf Eroberungszügen durch Asien bis nach Europa gestürmt sind.

Jahrelang haben Monika und Heiner auf diese „Große Reise“ gespart. Im Herbst 2003 gaben sie ihre Arbeit als Rechtsanwalt in einer erfolgreichen Münchner Kanzlei und als Tierärztin in einer angesehenen Großtierpraxis im Allgäu auf. Zunächst fuhren sie auf dem Landweg nach Afghanistan, wo sie Winter und Frühjahr verbrachten. Über Pakistan und China erreichten sie im Sommer 2004 die Mongolei.

Mit dem Kauf von drei Pferden hat die Rückreise nach Westen begonnen.

Reiten ist für die Nomaden der Mongolei und Zentralasiens die natürlichste Fortbewegungsart. Das Reisen mit Pferden bringt Monika und Heiner in engen Kontakt mit den Nomaden, beschert ihnen offene Jurtentüren, Einladungen zum Tee und zum Essen. Die beiden Reisenden teilen die alltäglichen Sorgen der Nomaden um Gras und Wasser für ihre Tiere. Immer wieder treffen sie Hirten auf Pferden, die aus den Hügeln der einsamen Steppe auftauchen. Diese unterhalten sich neugierig mit ihnen und zeigen ihnen den besten Weg und gute Weideplätze für die Pferde.

Im Nordwesten Chinas durchqueren die beiden Reiter die Provinz Xinjiang. Entlang des Tien Shan Gebirges setzen sie ihren Weg nach Europa fort, sind bei Kasachen, Uighuren und muslimischen Chinesen zu Gast. An der alten Seidenstraße angelangt, unterbrechen sie die Reise, um in Deutschland von dieser ersten Etappe zu berichten.

Mit packenden Schilderungen lassen Monika Koch und Heiner Tettenborn die Zuschauer an den Strapazen und Glücksmomenten ihres Abenteuers teilhaben und laden mit wunderschönen Bildern zum Mitträumen ein ...

mehr Bilder

Kamele Mongolei

Reiten MongoleiMongolei Jurte